Gut vorbereitet auf die Zinswende

Nach einer langen Phase mit extrem niedrigen Zinsen ziehen die Renditen an. Für Anleger ergeben sich in diesem Umfeld neue Rahmenbedingungen für die Geldanlage. Dabei können Zertifikate eine interessante Anlagemöglichkeit sein.

In einer beispiellosen Serie von zehn Zinssenkungen zwischen September 2007 und Dezember 2008 hatte die US-Notenbank Fed die Folgen der Finanzkrise bekämpft. Acht Jahre lang blieb der Leitzins in einer Spanne von 0 bis 0,25 Prozent, bevor die Zinswende behutsam eingeleitet wurde. Ein erster Schritt war die Beendigung des Anleihekaufprogramms , welches ab Anfang 2014 in regelmäßigen Schritten zurückgefahren und  im Oktober 2014 ganz eingestellt wurde. Unterstützt von robusten Wirtschaftsdaten hob die Fed schließlich im Dezember 2015 den Leitzins auf 0,25 bis 0,50 Prozent an. Danach folgten sechs weitere Schritte. Am 13. Juni 2018 wurde der Leitzins auf 1,75 bis 2,00 Prozent gesetzt. Er ist damit wieder auf dem Stand von 2008. Die Auswirkungen sind vor allem an den Anleihemärkten zu spüren. Zehnjährige US-Staatsanleihen rentieren inzwischen mit rund drei Prozent und damit so hoch wie seit dem Jahreswechsel 2013/14 nicht mehr.

Der alte Kontinent hinkt hinterher

Während die USA nach der Weltfinanzkrise bereits 2010 wieder einen nachhaltigen Wachstumspfad einschlugen, geriet die Europäische Währungsunion (EWU) 2012/13 in die Schuldenkrise und eine zweite Rezession. Daher verwundert es auch nicht, dass die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihrer Geldpolitik der US-amerikanischen um einige Jahre hinterher hinkt.

Doch auch im Euroraum ist der Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik absehbar. Auf ihrer Sitzung im Juni 2018 hat die EZB beschlossen, das im März 2015 gestartete Anleihekaufprogramm im Volumen von 60 Mrd. Euro monatlich auslaufen zu lassen. Bereits im Januar 2018 wurde das monatliche Volumen auf 30 Mrd. Euro halbiert. In den letzten drei Monaten des Jahres 2018 soll es nochmals um die Hälfte reduziert werden – und dann ganz enden.

EZB-Präsident Mario Draghi hat zwar klargemacht, dass sich an der Nullzinspolitik vor Herbst 2019 nichts ändern wird. Das bedeutet aber auch: Danach steht die erste Zinserhöhung seit Juli 2011 an. Aufgrund der Diskussionen sind die Anleiherenditen auch in Europa bereits angestiegen. Die Rendite von zehnjährigen Bundesanleihen beispielsweise kletterte im Februar 2018 zeitweise auf über 0,7 Prozent – der höchste Stand seit zweieinhalb Jahren. Aktuell rentieren Bunds bei  0,4 Prozent.

Auch an den Devisenmärkten hat der Kurs der Notenbanken dies- und jenseits des Atlantiks Spuren hinterlassen: Der US-Dollar neigt derzeit nicht nur gegenüber dem Euro, sondern auch gegenüber den meisten anderen Währungen der Welt zur Stärke. Die Analysten des Makro Research der DekaBank erwarten kurzfristig noch keine Trendwende: „Wir rechnen mit einer weiterhin hohen Zinsdifferenz zwischen US-Treasuries und deutschen Bundesanleihen. Zudem sind die Wachstumsaussichten für die US-Wirtschaft günstiger als für Euroland.“ Allerdings geben die Experten zu bedenken: „In Euroland erwarten wir 2019 den Anfang vom Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik. Dann dürfte der Euro gegenüber dem US-Dollar an Stärke gewinnen und in Richtung seines fairen Wertes (anhand der Kaufkraftparität berechnet) im Bereich von 1,25-1,30 EUR-USD aufwerten.“

Zinswende ist eingeläutet

Keine Frage: Während die Zinswende in den USA bereits in vollem Gange ist, scheint sie auch in der Eurozone nicht mehr aufzuhalten zu sein. Für Anleger ergibt sich in diesem Umfeld Handlungsbedarf – vor allem für diejenigen, die bislang auf Aktien setzen. Zum einen sind die Aktienmärkte in einem solchen Umfeld oftmals von erhöhter Volatilität und einem Seitwärtstrend geprägt. Zum anderen steigt in dem Maß, wie die Anleiherendite zulegt, auch die Attraktivität von festverzinslichen Wertpapieren als Anlagealternative zu Aktien.

Das können zum Beispiel Zertifikate und Strukturierte Anleihen sein. Diese Produkte sind auf die Bedürfnisse von Privatanlegern zugeschnitten, sie bieten überdurchschnittliche Renditen – auch bei seitwärts laufenden oder sogar fallenden Märkten – und sie richten sich an Anleger mit den unterschiedlichsten Chance-Risiko-Profilen und Anlagehorizonten.

Sollten Sie nach Abwägung aller Chancen und Risiken zum Ergebnis kommen, dass Zertifikate für Sie interessant sein könnten, sollten Sie sich unser Special nicht entgehen lassen. Hier stellen wir Ihnen unterschiedliche Produktlösungen – basierend auf den Assetklassen Renten, Credit Spreads, Aktien und Währungen – vor, mit denen Sie auf die Zinswende reagieren bzw. sich vorbereiten können.

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Die enthaltenen Meinungsaussagen geben unsere aktuelle Einschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung wieder. Die Einschätzung kann sich jederzeit ohne Ankündigung ändern. Für vollständige Informationen zu Zertifikaten sollten potenzielle Anleger den Wertpapierprospekt lesen, der nebst den Endgültigen Bedingungen und eventuellen Nachträgen sowie dem aktuellen Basisinformationsblatt bei Ihrer Sparkasse oder der DekaBank Deutsche Girozentrale, 60625 Frankfurt kostenlos erhältlich ist oder unter dekabank heruntergeladen werden kann

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