Rebalancing: Stabile Geldanlage auch in stürmischen Märkten

Robo-Advisors bieten eine professionelle Geldanlage auch für kleine Vermögen. Wer als Anleger bestmöglichen Schutz vor Verlusten sucht, sollte bei der Auswahl des Anbieters auf Strategien mit Rebalancing setzen.

Der Fortschritt in der Finanzwelt hat durch die Digitalisierung enorm an Fahrt gewonnen. War früher noch das Gespräch mit dem Bankberater für die Eröffnung eines Girokontos oder die Genehmigung eines Kredits notwendig, reichen heute wenige Klicks auf dem Smartphone. Besonders Anleger profitieren von dem digitalen Wandel. Robo-Advisors bieten Anlegern renditestarke Investments bei geringen Kosten und größtmöglicher Transparenz an und stehen damit beispielhaft für die fortschreitende und dringend notwendige Demokratisierung von Bankdienstleistungen, die früher nur vermögenden Kunden vorbehalten waren. Rund 30 Robo-Advisors konkurrieren allein in Deutschland um das Sparvermögen moderner und engagierter Anleger, die Vermögen aufbauen, fürs Alter vorsorgen oder ihr Geld durch niedrige Zinsen und hohe Inflationsraten nicht verlieren wollen. Investitionsschwerpunkt ist die Geldanlage an den Kapitalmärkten, also in Aktien und Anleihen. Anleger sollten sich daher bei der Wahl eines Robo-Advisors auf Strategien konzentrieren, die geeignet sind, das Vermögen vor Verlusten und Schwankungen am besten zu schützen.

Stabile Aktienquote versus konstante Volatilität

Eine Entscheidungshilfe bei der Wahl des passenden Robo-Advisors liefert eine Studie des Instituts für Vermögensaufbau (IVA) in München. Die unabhängigen Experten haben anhand eines konkreten Fallbeispiels zwei grundlegend unterschiedliche Risikomanagement-Ansätze getestet: das klassische Rebalancing und den Ansatz nach Value-at-Risk. Beim Rebalancing-Ansatz findet eine regelmäßige Überprüfung der festgelegten Aktienquote bezogen auf das zuvor bestimmte Risikoprofil des Anlegers statt. Hat der Anleger also beispielsweise als persönliches Risikoprofil einen Aktienanteil von 50 Prozent festgelegt und der Anteil der Aktien nimmt durch steigende Börsenkurse zu, werden von den Portfoliomanagern des Robo-Advisors Aktien verkauft und dadurch die ursprüngliche Depotverteilung wiederhergestellt („rebalanced“). Der Value-at-Risk-Ansatz hingegen bezieht sich auf keine fest definierte Aktienquote. Stattdessen wird anhand einer am Kursverlauf des Portfolios gemessenen Risikokennzahl festgelegt, welche Aktienverteilung das Kundendepot aufweisen soll, um die Volatilität möglichst konstant zu halten. Das bedeutet, dass in Phasen geringer Schwankungen am Kapitalmarkt (Volatilität) der Aktienanteil in den Depots der Anleger erhöht wird – und somit deutlich über 50 Prozent liegen kann.

Rebalancing-Ansatz zeigt sich stressresistenter

Die unterschiedlichen Auswirkungen dieser Strategien hat das IVA auf Basis langfristiger historischer Kursdaten betrachtet und miteinander verglichen. Die Datenanalyse umfasste einen Zeitraum von beinah 60 Jahren und erstreckt sich von September 1959 bis März 2018. Insgesamt zeigen die Ergebnisse der in Gestalt eines Resampling-Experiments durchgeführten Simulation, dass vor allem die disziplinierte Einhaltung einer Anlageaufteilung, welche im Rahmen eines rebalancierten Portfolios umgesetzt wird, zur Beschränkung von Verlusten geeignet ist. Dagegen können beim Value-at-Risk-Ansatz insbesondere infolge plötzlich einbrechender Börsenkurse mit schwankenden Aktienquoten stärkere Verwerfungen entstehen als bei einer Strategie mit einer festgelegten Aktienquote. Auch zwischenzeitliche Wertverluste von zehn bis 25 Prozent treten bei der exemplarischen Risikomanagementstrategie ausgehend vom zuvor erreichten Maximalwert häufiger auf als beim Rebalancing-Ansatz. Professor Dr. Stefan May, Leiter des Anlagemanagements bei der quirion AG und Kapitalmarktforscher an der Technischen Hochschule Ingolstadt, empfiehlt daher Anlegern, „sich zur Risikobegrenzung an den Aktienmärkten auf den Rebalancing-Ansatz“ zu verlassen.

Höhere Ertragschancen durch Rebalancing

Als Erster am Markt hat quirion beim professionellen Vermögensaufbau auf den bewährten Rebalancing-Ansatz gesetzt. Die Zusammenstellung der Depots richtet sich nach dem persönlichen Rendite-Risiko-Profil des Anlegers, das der Robo-Advisor zuvor mit einem kurzen Fragebogen ermittelt. Daraus resultiert ein entsprechender Mix aus Anleihen und einer Aktienquote von zehn bis 100 Prozent. Der Rebalancing-Ansatz sorgt dafür, dass das gewählte Verhältnis aus Rendite und Risiko immer eingehalten wird. Nebeneffekt: Berechnungen von quirion haben ergeben, dass das Rebalancing nicht nur das Risiko steuert, sondern durch antizyklisches Investieren zudem die Rendite etwas steigert.

Orientierungshilfe bei der Wahl des passenden Robo-Advisors liefern aber nicht nur die Autoren der IVA-Studie, sondern auch die unabhängigen Finanzexperten der Stiftung Warentest. Im Finanztest 8/2018 haben sie insgesamt 14 Robo-Advisors näher untersucht. Das Ergebnis: Testsieger und damit Deutschlands beste digitale Geldanlage ist quirion. Kunden können die ersten 10.000 Euro hier sogar kostenlos anlegen.

Im nachfolgenden Video sprechen Philipp Dobbert, Chefvolkswirt der quirion AG, und Dr. Anselm Hüwe, Senior Analyst der quirion AG, über Themen wie Risikostreuung und Rebalancing, und erklären, wie quirion beim professionellen Vermögensaufbau seiner Kunden vorgeht:

Einleitung

Robo-Advisors bieten Anlegern renditestarke Investments bei geringen Kosten und größtmöglicher Transparenz.

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